Glasfenster im Altarraum der Kirche Einbruch von oben - oder Aufwärtsentwicklung ? Manch einer sieht im Glasfenster des Altarraums den Heiligen Geist wie eine Taube von oben her in die Kirche einschweben. Das wäre ja für eine Kirche auch das Passende: das Göttliche bricht von oben her in unsere Welt herein. Theologen reden da gern vom Jenseits, das man im Diesseits der Welt erfahren kann. Aber der Künstler, der das Fenster entworfen hat, Hagen Westphal, sieht das ganz anders: “Nach mehreren Besuchen in der Kirche, bei denen ich mich mit Raumaussage und Lichtverhältnissen auseinandersetzte, hielt ich folgende Leitgedanken für den Entwurf besonders wichtig: Gestalterische Verbindung des Fensters mit dem Architekturraum, farblicher Einklang der Gläser mit den verwendeten Baumaterialien, Farben: Violett und Orange, Weiß als Lichtfläche, formale Aufwärtsentwicklung der Darstellung von einer Basis, die Verbindung zu den Wänden sucht. Von der Basis ausgehend sollte die Darstellung aufwachsen in zentralem Aufbau und im oberen Bereich des Fensters zur Entfaltung kommen. Mit diesen Überlegungen und der gesetzten Thematik entwickelt sich in der Durcharbeitung eine Darstellung, die in ihrem Aufbau gerichtet ist und doch jedem Raum lässt zur Entfaltung seiner persönlichen Betrachtung und individuellen Auslegung.” (aus der Einweihungsfestschrift)